Sektionen

Was passiert im OP?

Im Zentrum der pädiatrischen Neurochirurgie steht eine Operation, mit der das spezifische Problem des Kindes/Jugendlichen aus der Welt geschafft werden soll. Dabei geht es je nach Krankheitsbild um das Ziel der vollständigen Heilung oder zumindest der dauerhaften Korrektur, um eine möglichst normale weitere Entwicklung bzw. ein möglichst normales weiteres Leben zu ermöglichen. Die Eingriffe finden im Zentral-OP des Universitätsklinikums im dortigen Neurochirurgischen Bereich (Op Säle 1-4 und 19) statt

Da Kinder nie „kleine Erwachsene“, sondern auch in ihren Erkrankungen besonders sind, bedürfen sie einer sehr spezifische Therapie. Deshalb wird heutzutage die neurochirurgische Behandlung von auf Kindern spezialisierten Neurochirurgen vorgenommen.

Spezialisierung:

Prof. Schuhmann hat neben einer einjährigen Ausbildung in USA am Children’s Hospital of Michigan auch den Europäischen Weiterbildungskurs in Kinderneurochirurgie durchlaufen. Er bildet mittlerweile in diesem Kurs jüngere Kollegen aus, ebenso im Deutschen Kursus für Kinderneurochirurgie. Er besucht jährlich die Kongresse der Europäischen wie der Internationalen Gesellschaft für Kinderneurochirugie und hat gemeinsam mit der Kinderneurochirurgie der Charité in Berlin das Interdisziplinäre Forum für Pädiatrische Neurochirurgie gegründet.

Die beteiligten Oberärzte haben ebenfalls die europäischen Kurse besucht, die Assistenzärzte beginnen früh mit der Weiterbildung im deutschen Kursus für Kinderneurochirurgie.

Damit stellen wir sicher, daß wir Kinder und Jugendliche nach den aktuellsten internationalen Standards behandeln und operieren.

Alle unsere Operateure haben eine fundierte operative Ausbildung im gesamten Spektrum der Neurochirurgie der Erwachsenen durchlaufen und bringen große operative Erfahrung mit, bevor sie Kinder- und Jugendliche operieren.

Ausstattung:

Da die Klinik für Neurochirurgie in Tübingen eine der führenden neurochirurgischen Kliniken Deutschlands und Europas ist, kann die Pädiatrische Neurochirurgie auf die modernsten technischen Hilfsmittel und Instrumente zurückgreifen, die momentan verfügbar sind.

Dazu zählen intra-operative Kernspintomographie, elektrophysiologisches Monitoring, hochauflösendem z.T. 3-dimensionale Mikroskope, hochauflösender Ultraschall, rahmenlose Neuronavigation, rahmengebundene oder roboter-assistierte Stereotaxie, 2micron Laserchirurgie, modernste Endoskope, normale und endoskopische Ultraschallaspiratoren.

Ebenso ist das notwendige hochqualifizierte technische Personal, wie z.B. für die intraoperative Funktionsüberwachung von Gehirn und Rückenmark jederzeit verfügbar.

Narkose/Anästhesie:

Ohne hochqualifizierte Narkoseärzte und Anästhesiepflege mit Schwerpunkt Neurochirurgie und Kinder/Jugendliche können keine komplexen kinderneurochirurgischen Eingriffe durchgeführt werden. Selbst für „einfachere“ Eingriffe müssen kinderspezifische Prinzipien, beginnend mit der Einschleusung in den Op und dem Abschied von den Eltern berücksichtigt werden.

In der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin unter der Leitung von Prof. Peter Rosenberger wurden deshalb hier besondere Akzente gesetzt, die sich in eigenen Schwerpunkt-Oberärzten für Kinderneurochirurgie, Neurochirurgie, und Kinderchirurgie ausdrücken. Kinder und Jugendliche werden unter Führung dieser erfahrenen Anästhesisten sicher durch die neurochirurgischen Eingriffe geleitet und damit der Erfolg der Operation sichergestellt.

Op Pflege

Unsere Op-Schwestern und -Pfleger des Op-Bereiches Neurochirurgie unter Leitung von Hr. Martin Parzen haben neben ihrer Qualifikation für kinderspezifische Eingriffe ein großes Herz für unsere Kinder und Jugendlichen. Diese erhalten so im Neurochirurgischen Op das Privileg der besonderen Aufmerksamkeit und Fürsorge.