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Neurochirurgische Intensivstation A 05 Süd

Die fachspezifische neurochirurgische Intensivstation wurde 1993 zunächst als reine Wachstation für neurochirurgische Patienten in Betrieb genommen. Es wurden zunächst zwei, dann rasch und schließlich acht Betten belegt. Es war ein besonders glücklicher Umstand, dass eine komplette Gruppe von erfahrenen und sehr motivierten Krankenschwestern und -pflegern übernommen und in die besonderen Belange der neurochirurgischen Intensivmedizin eingewiesen werden konnte. Anfangs wurde die Intensivstation von erfahrenen neurochirurgischen Assistenten ärztlich betreut. Im Verlauf konnten zwei Intensivmediziner gewonnen werden, die jeweils einen jüngeren neurochirurgischen Assistenten in die intensivmedizinischen Belange einarbeiten.

In den folgenden Jahren der Entwicklung konnte erreicht werden, dass praktisch alle Patienten, die sich einer elektiven, intensivpflichtigen neurochirurgischen Operation unterziehen, postoperativ auf der facheigenen Intensivstation behandelt werden.

Bis 1993 mussten und konnten diese Operationen nur durchgeführt werden, wenn auf der allgemeinen anaesthesiologischen Intensivstation eine entsprechende Bettenkapazität für die postoperative Intensivbehandlung bestand. Als wesentlicher Fortschritt konnte so die Frühextubation nach neurochirurgischer Intervention als Standardvorgehen etabliert werden, wodurch jeder Patient postoperativ schnellstmöglich klinisch neurologisch beurteilt werden kann. Außerdem konnte die Zahl der durchgeführten intensivpflichtigen Eingriffe in der Neurochirurgie drastisch erhöht werden.

Die postoperative Intensivbehandlung neurochirurgischer Patienten ist der Hauptaufgabenbereich der neurochirurgischen Intensivstation. Durch aggressiv betriebene Stabilisierung aller cardiorespiratorischen Funktionen in der postnarkotischen Phase wird der cerebrale Sauerstoffbedarf gesichert, durch bedarfsadaptierte aber konsequent durchgeführte Infusionstherapie die Homöosthase wieder hergestellt. Durch eine umfassende und lückenlose Überwachung der neurologischen Symptomatik werden spezifische Therapien – beispielweise die antiödematöse Behandlung – optimiert und eventuell drohende Komplikationen frühestmöglich erfasst. Insgesamt konnte durch dieses Therapieregime die postoperative Liegezeit der Patienten auf der Intensivstation reduziert werden, sodass ein Großteil dieser Patienten nach unauffälliger CCT-Kontrolle am Vormittag des ersten postoperativen Tages auf die Normalstation zurückverlegt werden kann. Natürlich werden auf der facheigenen Intensivstation auch Patienten behandelt, bei denen infolge bestehender Vorerkrankungen auch kleinere neurochirurgische Operationen mit einem erhöhten OP-Risiko verbunden sind.

Ein wegen seiner Komplexität wesentlich schwieriger zu beschreibendes Patientenklientel der facheigenen Intensivstation entsteht durch sekundär postoperativ auftretende Komplikationen und Erkrankungen; diese reichen von der respiratorischen Insuffizienz über systemische Infektionen hin zu Stoffwechselentgleisungen und kardiozirkulatorischer Insuffizienz. Infolge des fachspezifisch begründeten restriktiven Umgangs mit Antikoagulantien einerseits und der mit einigen neurochirurgischen Erkrankungen vergesellschafteten Gerinnungsaktivierung andererseits wird eine vergleichsweise höhere Zahl thrombembolischer Komplikationen mit Lungenarterienembolie intensivtherapiepflichtig.

Als drittes großes Aufgabengebiet hat sich in den vergangenen Jahren die Aufnahme und Versorgung sogenannter “neurochirurgischer Notfallpatienten” entwickelt.

Intrakranielle Blutungen sind ein akutes Ereignis, welches den betroffenen Patienten in vielfältiger Weise akut bedroht: Es kommt zu Vigilanzminderung bis hin zum Bewusstseinsverlust, zu Beeinträchtigung der Schutzreflexe mit folgender Störung von Atmung und Kreislauf. Oft sind Patienten auch mit Antikoagulantien vorbehandelt und verfügen über keine ausreichende Gerinnungsaktivität. Meistens liegen über bestehende Vorerkrankungen nur sehr bruchstückhafte Informationen vor. Während der Aufnahmeprozedur besteht das Ziel zunächst in der Sicherung der Vitalfunktionen und der Stabilisierung von Herz, Kreislauf, Atmung und Gerinnung. Währenddessen muss die zum Zeitpunkt der Aufnahme meistens unzureichende Bildgebung komplettiert werden und damit letztendlich die Vorbereitung der notwendigen Operation abgeschlossen werden.

Die Dauer der Intensivtherapie dieser Patienten ist sehr unterschiedlich und erstreckt sich bis zu dem Zeitpunkt, wo diese Patienten entweder auf die Normalstation, oder aber nach Abschluss der spezifischen neurochirurgischen Behandlung auf eine Intensivstation ihres Heimatkrankenhauses verlegt werden können.

Durch den aktuell beendeten Ausbau der Intensivstation auf derzeit 10 Betten mit 4 zusätzlichen Beatmungsplätzen wird die postoperative Nachsorge durch die Möglichkeit der Nachbeatmung noch erheblich verbessert. Dadurch ist eine noch schonendere Behandlung unserer Patienten gewährleistet.

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