Spezialgebiete

Neurochirurgische Intensivstation

Die Universitätsklinik für Neurochirurgie betreibt eine eigene fachspezifische Intensivstation. Das Team ist auf die umfassende intensivmedizinische Behandlung von Patienten mit Gehirnerkrankungen spezialisiert. Modernste Beatmungsgeräte, Ultraschall- und transkranielle Dopplergeräte, ein Mikrodialysegerät sowie Verfahren zur Hirndruck- und Gewebsauerstoffmessung als Ausstattung der Intensivstation sowie die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neuroradiologie für Schnittbildgebungen, Gehirnperfusionsmessungen und interventionellen Verfahren ermöglichen eine Behandlung auf höchstem Niveau.

Nach Schlaganfällen und Gehirnverletzungen sind die betroffenen Patientinnen und Patienten häufig länger im künstlichen Koma. Dies ist eine schwere Zeit für die Angehörigen. Unsere Pflege und unser ärztliches Personal werden Sie dabei begleiten, über den Verlauf informieren und gerne Ihre Fragen beantworten. Telefonisch kann jederzeit Auskunft über die Telefonnummer 07071/2985848 erhalten werden. Die Besuchszeiten sind täglich von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr.

Die postoperative Intensivbehandlung neurochirurgischer Patienten

Nach Kopfoperationen wegen Gehirn-, Gefäß- und Schädelbasiserkrankungen werden die Patientinnen und Patienten routinemäßig auf der Intensivstation überwacht. Häufig erfolgt eine Nachbeatmung, Stabilisierung der Herz-und Lungenfunktionen, bedarfsadaptierte Infusionstherapie zur Wiederherstellung der Homöosthase und anschließende Extubation auf der Station. Die Patientinnen und Patienten werden durch ärztliches und pflegerisches Personal engmaschig überwacht, um eventuell drohende Komplikationen nach Kopfoperationen frühestmöglich zu erfassen und darauf reagieren zu können. Der überwiegende Großteil der Patienten wird nach unauffälliger CCT-Kontrolle am Vormittag des ersten postoperativen Tages auf die Normalstation zurückverlegt. Darüber hinaus werden auf der facheigenen Intensivstation Patienten behandelt, bei denen infolge bestehender Vorerkrankungen auch kleinere neurochirurgische Operationen mit einem erhöhten allgemeinen OP-Risiko verbunden sind, und daher eine entsprechende postoperative intensivmedizinische Überwachung notwendig ist.

Die intensivmedizinische Behandlung von Gehirnblutungen, ischämischen Schlaganfällen und Schädel-Hirn-Traumen

Hierbei handelt es sich um die Behandlung sogenannter “neurochirurgischer Notfälle”.

Intrakranielle Blutungen sind ein akutes Ereignis, welches die betroffenen Patientinnen und Patienten akut bedroht: Es kommt zu Vigilanzminderung bis hin zum Bewusstseinsverlust, zur Beeinträchtigung der Schutzreflexe mit folgender Störung von Atmung und Kreislauf. Oft sind Patienten auch mit Gerinnungshemmern vorbehandelt und verfügen über keine ausreichende Gerinnungsaktivität. Initial besteht das Ziel zunächst in der Sicherung der Vitalfunktionen und der Stabilisierung von Herz, Kreislauf, Atmung und Gerinnung. Je nach Krankheitsbild wird die Kopfbildgebung komplettiert und entschieden, ob eine neurochirurgische Operation indiziert ist. Bei der intensivmedizinischen Behandlung kommen je nach Bedarf modernste Verfahren zur Hirndruckmessungen, Gewebe-Sauerstoffmessung und Messung der Stoffwechsellage des Gehirns zum Einsatz.

Die Dauer der Intensivtherapie ist sehr unterschiedlich und erstreckt sich bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Patientinnen und Patienten entweder auf die Normalstation, in eine Rehabilitationseinrichtung, oder aber nach Abschluss der spezifischen neurochirurgischen Behandlung auf eine Intensivstation ihres Heimatkrankenhauses verlegt werden können.


Weitere Informationen zu unserer Intensivstation finden Sie auf der Stations-spezifischen Seite.