Spezialgebiete

Welche Operationsergebnisse können erzielt werden?

Wichtig zu wissen ist, dass bei der Operation von Hypophysentumoren die Hypophyse erhalten bleibt. Das Risiko, dass sich nach der Operation dennoch die Hypophysenfunktion verschlechtert, liegt bei etwa 5%. Liegt bereits vor der Operation ein hypophysärer Hormonmangel vor, wird bei einem Drittel dieser Patienten nach der Operation sogar eine Verbesserung der Hypophysenfunktion beobachtet.

Bei hormonaktiven Hypophysenadenomen ist das wichtigste Ziel der Operation die Beseitigung des Hormonüberschusses, da der Hormonüberschuss die Beschwerden und Symptome des Patienten verursacht.

Bei fast allen Patienten mit Akromegalie kann eine deutliche Senkung des Wachstumshormon-Spiegels und eine Besserung der klinischen Symptome erzielt werden. Bei 60-70% der Fälle wird eine vollständige Normalisierung des Wachstumshormon-Überschusses erreicht.

Bei Morbus Cushing liegt meist ein sehr kleines ACTH-sezernierendes Hypophysenadenom vor. In Tübingen konnten wir mit der transnasalen Operation bei über 90% der Patienten das Cushing-Syndrom heilen.

Bei Mikroprolaktinomen (Größe unter 10 mm) lässt sich operativ ebenfalls eine Heilung mit Normalisierung des Prolaktin-Spiegels bei etwa 90% der Patienten erzielen. Deshalb entscheiden sich die Patienten häufig für die Operation, da die medikamentöse Behandlung mit Dopamin-Agonisten oft lebenslang durchgeführt werden muss.

Bei Makroprolaktinomen (Größe über 10 mm) ist die Erfolgsrate der Operation geringer, so dass man meist die medikamentöse Therapie bevorzugt.