Forschung

Operationstechniken und Ergebnisse bei Morbus Cushing


Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Morbus Cushing.Ursache des Morbus Cushing ist ein kleines Hypophysenadenom, welches das adrenocorticotrope Hormon (ACTH) exzessiv ausschüttet. ACTH wiederum stimuliert die Cortisol-Ausschüttung der Nebennierenrinde und führt zum Kortison-Überschuss (Hypercortisolismus). Es entsteht das schwerwiegende Krankheitsbild des Morbus Cushing, welches eine konsequente und rasche Behandlung erfordert. Die Behandlungsmethode der ersten Wahl zur Beseitigung des Hypercortisolismus ist die transsphenoidale Operation. Die Operation ist besonders anspruchsvoll, da es sich oft um winzige Adenome handelt, die kernspintomographisch nicht sichtbar sind. Aufgrund überregionaler Zuweisungen haben wir große Erfahrung mit der transsphenoidalen Hypophysenchirurgie bei Morbus Cushing, bei der als Zugangsweg durch die Nase hindurch operiert wird. Das operative Vorgehen, die intraoperativen Befunde und die Operationsergebnisse werden prospektiv erfasst und die Prädiktoren für eine erfolgreiche operative Behandlung werden analysiert. In Tübingen konnten wir bei über 90% der Patienten den Kortison-Überschuss durch die transsphenoidale Operation beseitigen [1].

Ausgewählte Literatur:

[1] Honegger J, Schmalisch K, Beuschlein F, et al.: Contemporary microsurgical concept for the treatment of Cushing’s disease: endocrine outcome in 83 consecutive patients. Clin Endocrinol (Oxf) 2012; 76:560-567